Dienstag, 22. Januar 2013

www.opengeiger.de

Auf diesem Blog können die verschiedenen Themen der Webseite kommentiert werden.


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Siehe auch die anderen Themen unter "ältere Posts"

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Thema: Verschiedenes am Rande

Radioaktivität ist ein spannendes Thema, solange es sich um natürliche Quellen handelt. Auch das Aufspüren von Quellen technischer Radioaktivität kann recht spannend sein, sofern sich die Strahlung in ungefährlichen Grenzen hält.

Wer noch Themen kennt oder Quellen weiß, die interessant und einigermaßen ausichtsreich sind um sie auch bearbeitet zu können, kann das hier posten. Genauso natürlich auch einfach nur allgemeine Kommentare.

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Thema: Radioaktivität der Stuttgarter Königstrasse

Die Untersuchungen für ein Jugend-Forscht Projekt an Graniten haben für ziemlich viel Wirbel in der Schwabenmetropole gesorgt. Messungen am Granitbelag der Stuttgarter Königstraße haben ergeben, dass der verwendete Granit doch eine ungewöhnlich hohe natürliche Strahlung abgibt im Vergleich zum Asphalt bzw. anderen Graniten. Anhand von Radon-Exhalationsmessungen kann man sehr deutlich zeigen, dass der Uran-Gehalt in diesem Granit sehr hoch ist. Das ist aber nichts Neues, das hat schon die Uni-Heidelberg herausgefunden und veröffentlicht.

Nun hat die Stadt die Radioaktivität des Granitbelags vom LUBW nachmessen lassen. Mit einem sehr ähnlichen Ergebnis. Jedoch sieht die Bewertung so aus, dass die Strahlung deswegen ungefährlich ist, da man ihr selbst als Angestellter in einem der Läden auf der Königstrasse nur maximal 200Tage im Jahr und nur 8 Stunden am Tag ausgesetzt ist. Dann liegt man deutlich unterm derzeit gültigen Grenzwert. Umkehrschluß: Bewohnbar (365 Tage, 24 Stunden) wäre die Königstraße nun nicht mehr. Der Vorteil für die Hobbyisten, der Prüfstrahler bleibt erhalten und ist nun sogar amtlich geeicht. Wer also schon immer mal die Empfindlichkeit seines Messgeräts testen wollte, der hat es in Stuttgart nun einfach: Ein Vergleich zwischen mit dem Asphalt der benachbarten Kronprinzstraße zeigt schnell, ob das Gerät gut funktioniert.

Nach Paracelsus Theorien könnte das Ganze sogar gesund sein, schließlich gehen ja manche Leute gegen viel Geld in den Radonstollen oder in ein Radonbad um sich dort niedriger, wohldosierter Radioaktivität auszusetzen und um damit auf Heilung zu hoffen, wie es so mancher Mediziner verspricht. So gesehen ist die Stuttgarter Prachtstraße und Haupteinkaufsmeile nun vielleicht ein attraktiver Ort für Obdachlose, die ihre Artritis kostenlos und ohne ärztliche Verordnung therapieren wollen. Wie wohl die Behörden darauf reagieren würden?

Auch das Stadtreinigungsamt könnte einen Vorteil haben: Der Schnee auf der Königstraße bleibt vielleicht nicht so schnell liegen wie in anderen Städten - wegen der Zerfallswärme ;-) . Ein echter Schwabenstreich also?

http://www.opengeiger.de/Koenigstrasse.html

Thema: Radon-Exhalations-Messungen an Granit

Bio- und Naturprodukte sind gerade ziemlich "en Vogue". Und die Verbraucher geben gern nen Euro mehr dafür aus. Auch Natursteine sind "trendy". Aber Uran ist doch auch ein Naturstein, oder? Lediglich die Assoziation  mit der Kernkraft verhindert wohl einen wirklichen Boom. Aber wie ist das mit edlem Granit? Ganz offensichtlich können Granite, die als sehr dekorative und beständige Natursteine verkauft werden, doch einen beachtlichen Urangehalt haben. Allerdings verrät das Radon diese Sache. Denn dieses Gas bleibt nicht im Stein. Man tut also doch ganz gut daran, beim Baustoff- oder Natursteinhändler mal vorher nachzufragen, schließlich gibt es immerhin eine EU Richtlinie, die das regeln soll. Oder man mißt mal besser nach bevor man viel Geld für den Granitboden ausgibt...

http://www.opengeiger.de/RadonGranit/RadonGranit.html

Thema: Radon allgemein

Schon mal was von Radon gehört? Klar, lernt man doch in der Schule - oder etwa nicht? Dieses radioaktive Gas findet sich fast überall und trägt laut Bundesamt für Strahlenschutz deutlich mehr zur Strahlenbelastung der Bevölkerung bei, als die Kernkraftwerke (sofern diese störungsfrei funktionieren).  Nun gibt es Gebiete, da gibt es wohl deutlich mehr von diesem gefährlichen Gas in der Bodenluft als anderswo. Wenn man da ungeschickt drauf baut, dann hat man es im Schlafzimmer. Man sollte also besser danach fragen, vor man eine Immobilie oder einen Bauplatz kauft. Es gibt massnhaft Infomaterial im Internet und auf den Webservern der Ämter. Aber gesucht wird es dort wohl nicht, denn viele Leute wissen wirklich nicht, was Radon ist und dass es ein Problem werden kann. Liegt es also an der fehlenden aktiven Aufklärung der Regierungen und Behörden? Immerhin sind es doch etwa 3000 Menschen, bei denen man davon ausgeht, dass Radon die Ursache für eine Lungenkrebserkrankung ist. Gut solange es noch 40000 Menschen jährlich gibt, die durch Tabakgenuß ebenfalls an Lungenkrebs erkranken ...

Und manche dieser Gebiete haben ja ordentlich Einnahmen durch Tourismaus, da käm so eine Kampagne auch nicht so gut an. Und die Hausbesitzer? Die wollen es lieber nicht wissen, denn sonst könnte das Haus schlagartig weniger Wert werden... Wer also im Schwarzwald, Fichtelgebirge, Erzgebirge, Oberpfälzer Wald usw. wohnt oder wohnen möchte, der hätte Grund sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Karten mit den Radon-Risikogebieten gibts im Internet. Und schließlich ist eine Abhilfe gegen das Problem in vielen Fällen gar nicht so aussichtslos. Kann man also in Bad Schlema oder in Schneeberg ein Immobilienschnäppchen finden?

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Thema: Radon Messen mit dem Stuttgarter Geigerle

Wer an Geigerzähler denkt, denkt an Hochspannung  und die Entdeckung der Radioaktivität zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Kernforschung heute wird dagegen mit superteurem und komplizierten Equipment gemacht. Können wir da noch mit einfachem billigen Bastelmaterial solche anspruchsvollen Aufgaben wie eine Radonmessung angehen? Der Grenzwert, den die WHO vorschlägt sind 200 Atome in einem Kubikmeter Luft. Können wir mit einem selbstgebauten Gerät wirklich einzelne Atome in einem Kubikmeter Luft zählen? Yes, we  can. Eine kleine "Solarzelle" tuts. Oder besser gesagt eine Photodiode, deren Gehäuse man öffnen muss, so dass die beim Zerfall freiwerdende Alphastrahlung auch hinkommt. Denn nicht nur Sonnenstrahlung erzeugt Strom in einem Silizium-Halbleiter. Den Verstärker den man noch braucht bis man die Atome zählen kann, den kann man auch als Schüler löten - wenn man es gezeigt bekommt. Aber dazu ist die Webseite ja da. Statt der Hochspannung genügen dann auch eine 9V Batterie als Stomversorgung. Und so weit ist man dann von hochmodernem Equipment mit Reinst-Germanium Detektoren auch nicht weg, höchstens im Preis. Denn die Kosten für einen solchen Eigenbau der liegt eher im zweistelligen Bereich.
 
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Thema: Radioaktivität allgemein

Die Radioaktivität war ursprünglich mal etwas ganz Natürliches. Die Natur ist damit gross geworden und hatte sich daran angepasst. Die Tatsache, dass wir heute noch ganz ungeniert Bananen essen können zeigt das. Denn Bananen enthalten Kalium und natürliches Kalium ist immer ein Gemisch aus dem stabilen Kalium und dem radioaktiven Kaliumisotop K-40. Da Kalium in vielen anderen Nahrungsmitteln vorkommt, strahlt auch jeder Mensch und viele Tiere auf ganz natürliche Weise. Jeder Kalium-40 Zerfall kann aber die DNS schädigen, das ist in der Zwischenzeit hinreichend bekannt. Solange das aber mit einer natürlichen Rate passiert, kommt das Immunsystem mit der Reparatur ganz gut nach, dafür hat die Evolution gesorgt.

Nur hat dann der Mensch versucht selbst an der Kernstrahlung Hand anzulegen. Den radioktiven Zerfall, für den sich die Natur im Innern der Erde Milliarden Jahre Zeit lässt, erzeugt der Mensch nun in wenigen Jahren als Folge davon, dass er Atome spaltet. Rein physikalisch gesehen sicher spannend - nur dass dabei die Gefährlichkeit wie das Verhältnis der Zerfallszeiten zunimmt, das wird oft unterschlagen auch wenn es Milliarden sind. Da gibt es zum Beispiel Fernsehsendungen, wo ein Forscher dem Herrn Günther Jauch einen Geigerzähler an die Brust hält, der dann deutlich zu Ticken beginnt, als Beweis dafür, dass Radioaktivität was ganz Ungefährliches wäre. Nur dass eben der Herr Jauch etwas Kalium im Blut hat und kein Plutonium. 

Nun sind die Forscher sogar dabei, unsere gute alte Sonne nachzubauen, das ist ja unser wertvollstes Atomkraftwerk ohne das es kein Leben auf der Erde gäbe. Nur ist das, was unsere Forscher da bauen, nicht ganz so weit weg. Das Verhältnis der Abstände sind hier auch hunderte Millionen von Kilometer. Das heisst aber, einen Fehler kann man sich da noch weniger leisten, sonst hat man buchstäblich die Sonne auf Erden, mit allen Konsequenzen. Bei einem Sonnenbrand wird es dann nicht mehr bleiben. Ob das also besser ist als der Cäsium-Fallout bei der konventionellen Technik, wer weiß? Aber man könnte wohl die Technik besser verkaufen, denn die Sonne hat einen deutlich besseren Ruf als das Uran und Plutonium. Und auf ein gutes Marketing kommt es ja immer an, wenn man gute Geschäfte machen möchte ...

Also alles in Allem, es schadet nicht, wenn man die Zusammenhänge einigermaßen versteht und auch ein wenig fachlich mitreden kann und merkt wenn man einen Bären aufgebunden bekommt.  Das lernt man am besten wenn man sich mit dem Thema in Realität beschäftigt und dafür gibts die Natur und die Bananen - meistens ganz ungefährlich, wenn man dabei etwas besonnen vorgeht. Man braucht also nicht nach Fukushima und Tschernobyl reisen um die Radioaktivität zu "begreifen". Ein Stückchen Granit gibt es auch bei uns.
   
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