Die Radioaktivität war ursprünglich mal etwas ganz Natürliches. Die Natur ist damit gross geworden und hatte sich daran angepasst. Die Tatsache, dass wir heute noch ganz ungeniert Bananen essen können zeigt das. Denn Bananen enthalten Kalium und natürliches Kalium ist immer ein Gemisch aus dem stabilen Kalium und dem radioaktiven Kaliumisotop K-40. Da Kalium in vielen anderen Nahrungsmitteln vorkommt, strahlt auch jeder Mensch und viele Tiere auf ganz natürliche Weise. Jeder Kalium-40 Zerfall kann aber die DNS schädigen, das ist in der Zwischenzeit hinreichend bekannt. Solange das aber mit einer natürlichen Rate passiert, kommt das Immunsystem mit der Reparatur ganz gut nach, dafür hat die Evolution gesorgt.
Nur hat dann der Mensch versucht selbst an der Kernstrahlung Hand anzulegen. Den radioktiven Zerfall, für den sich die Natur im Innern der Erde Milliarden Jahre Zeit lässt, erzeugt der Mensch nun in wenigen Jahren als Folge davon, dass er Atome spaltet. Rein physikalisch gesehen sicher spannend - nur dass dabei die Gefährlichkeit wie das Verhältnis der Zerfallszeiten zunimmt, das wird oft unterschlagen auch wenn es Milliarden sind. Da gibt es zum Beispiel Fernsehsendungen, wo ein Forscher dem Herrn Günther Jauch einen Geigerzähler an die Brust hält, der dann deutlich zu Ticken beginnt, als Beweis dafür, dass Radioaktivität was ganz Ungefährliches wäre. Nur dass eben der Herr Jauch etwas Kalium im Blut hat und kein Plutonium.
Nun sind die Forscher sogar dabei, unsere gute alte Sonne nachzubauen, das ist ja unser wertvollstes Atomkraftwerk ohne das es kein Leben auf der Erde gäbe. Nur ist das, was unsere Forscher da bauen, nicht ganz so weit weg. Das Verhältnis der Abstände sind hier auch hunderte Millionen von Kilometer. Das heisst aber, einen Fehler kann man sich da noch weniger leisten, sonst hat man buchstäblich die Sonne auf Erden, mit allen Konsequenzen. Bei einem Sonnenbrand wird es dann nicht mehr bleiben. Ob das also besser ist als der Cäsium-Fallout bei der konventionellen Technik, wer weiß? Aber man könnte wohl die Technik besser verkaufen, denn die Sonne hat einen deutlich besseren Ruf als das Uran und Plutonium. Und auf ein gutes Marketing kommt es ja immer an, wenn man gute Geschäfte machen möchte ...
Also alles in Allem, es schadet nicht, wenn man die Zusammenhänge einigermaßen versteht und auch ein wenig fachlich mitreden kann und merkt wenn man einen Bären aufgebunden bekommt. Das lernt man am besten wenn man sich mit dem Thema in Realität beschäftigt und dafür gibts die Natur und die Bananen - meistens ganz ungefährlich, wenn man dabei etwas besonnen vorgeht. Man braucht also nicht nach Fukushima und Tschernobyl reisen um die Radioaktivität zu "begreifen". Ein Stückchen Granit gibt es auch bei uns.
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