In jeder gute
Firma übt die Gebäuderäuming im Brandfall wenigstens einmal im Jahr mit allen
Beschäftigten, selbst wenn es noch nie einen Brandfall gab. Aber ein Brand ist
deswegen ein beachtliches Risiko, weil der Schaden hoch sein kann, wenn auch
die Wahrscheinlichkeit gering ist. Risiken dieser Art gibt es viele, die Kontamination der Umwelt
mit radioaktiven Substanzen ist eines davon. Für den Schaden, den die
Bevölkerung in dem Fall nähme, ist sehr entscheidend, wie schnell man
Kontaminationen erkennen und bewerten kann. Die Frage ist nur, wer übt denn für
diesen Fall? Wo kann man überhaupt üben? Wie kann man ermitteln, ob sich
Menschen an einem Ort nach einem Nuklear-Unfall oder einer nuklearen Katastrophe
noch aufhalten können? Wie funktioniert ein Strahlungsmessgerät, das man in
diesem Notfall nutzen könnte? Wie viele Leute wissen das schon?
Hinter dem, was
zunächst wie ein Spaß aussieht, steckt bitterer Ernst: Das Aufspüren von existierender
Radioaktivität in der Praxis. Oft sind es historische Plätze an denen füher mit
radioaktivem Material umgegeangen wurde und die von ehemaligen Betreibern
einfach so zurückgelassen wurden („sog. Lost Places“). An diesen Plätzen kann
man üben. Die Rückstände der historischen Hinterlassenschaften lassen sich nämlich
kaum vollständig aus der Natur entfernen, selbst mit viel Sanierungsaufwand
nicht. Manchmal sind es auch natürliche Vorkommen von Radionukliden, die vor geraumer Zeit entdeckt wurden. Oft liegt in
der Zwischenzeit ein Mantel des Schweigens und des Vergessens darüber. Das gibt der
Sache natürlich auch einen gewissen „Thrill“.
Dennoch wäre es neben dem Üben auch wichtig, die Mitmenschen auf die Gefahren
solcher vergessenen Stellen aufmerksam zu machen und daran zu erinnern, dass dort
eine unsichtbare Gefahr lauert.
Nun gibt es ja bereits
ein High Tech Spiel, das „Geocaching“, bei dem man mit viel Elektronik in der
Natur verborgene Schätze sucht. In Anlehnung daran kann man nun ein „Geiger-Caching“
definieren, eine Art Schatzsuche mit dem Geigerzähler. Allerdings wäre ein
Hintergedanke dabei, der etwas mit dem Zivilschutz zu tun hätte. Aber die Sache
ist mindestens so spanned, wie dieses etwas in die Jahre gekommene Spiel mit
einem GPS-Gerät, ...
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