Freitag, 5. April 2013

Thema: Geiger-Caching


In jeder gute Firma übt die Gebäuderäuming im Brandfall wenigstens einmal im Jahr mit allen Beschäftigten, selbst wenn es noch nie einen Brandfall gab. Aber ein Brand ist deswegen ein beachtliches Risiko, weil der Schaden hoch sein kann, wenn auch die Wahrscheinlichkeit gering ist. Risiken dieser Art  gibt es viele, die Kontamination der Umwelt mit radioaktiven Substanzen ist eines davon. Für den Schaden, den die Bevölkerung in dem Fall nähme, ist sehr entscheidend, wie schnell man Kontaminationen erkennen und bewerten kann. Die Frage ist nur, wer übt denn für diesen Fall? Wo kann man überhaupt üben? Wie kann man ermitteln, ob sich Menschen an einem Ort nach einem Nuklear-Unfall oder einer nuklearen Katastrophe noch aufhalten können? Wie funktioniert ein Strahlungsmessgerät, das man in diesem Notfall nutzen könnte? Wie viele Leute wissen  das schon?

Hinter dem, was zunächst wie ein Spaß aussieht, steckt bitterer Ernst: Das Aufspüren von existierender Radioaktivität in der Praxis. Oft sind es historische Plätze an denen füher mit radioaktivem Material umgegeangen wurde und die von ehemaligen Betreibern einfach so zurückgelassen wurden („sog. Lost Places“). An diesen Plätzen kann man üben. Die Rückstände der historischen Hinterlassenschaften lassen sich nämlich kaum vollständig aus der Natur entfernen, selbst mit viel Sanierungsaufwand nicht. Manchmal sind es auch natürliche Vorkommen von Radionukliden, die vor geraumer Zeit entdeckt wurden. Oft liegt in der Zwischenzeit ein Mantel des Schweigens und des Vergessens darüber. Das gibt der Sache natürlich  auch einen gewissen „Thrill“. Dennoch wäre es neben dem Üben auch wichtig, die Mitmenschen auf die Gefahren solcher vergessenen Stellen aufmerksam zu machen und daran zu erinnern, dass dort eine unsichtbare Gefahr lauert.

Nun gibt es ja bereits ein High Tech Spiel, das „Geocaching“, bei dem man mit viel Elektronik in der Natur verborgene Schätze sucht. In Anlehnung daran kann man nun ein „Geiger-Caching“ definieren, eine Art Schatzsuche mit dem Geigerzähler. Allerdings wäre ein Hintergedanke dabei, der etwas mit dem Zivilschutz zu tun hätte. Aber die Sache ist mindestens so spanned, wie dieses etwas in die Jahre gekommene Spiel mit einem GPS-Gerät, ...


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